Garantiezins von Lebensversicherung wurde auf 0,25 % abgesenkt.

1-Euro-Münze vergrößert unter einer Lupe

Stellt Euch einen Graphen vor, der immer wieder steil nach unten fällt. Es geht niemals nach oben, nur immer weiter abwärts. Zuletzt fällt er Anfang 2022. Wenn Ihr das vor Augen habt, dann seht Ihr den passenden Graphen zum Garantiezins bei der Lebensversicherung. Seit 2000 sinkt er immer weiter Richtung null. Im vergangenen Jahr lag er noch bei 0,9 Prozent – was ja auch schon nicht sehr viel ist. Mittlerweile wurde er auf 0,25 Prozent abgesenkt. Klingt eigentlich nicht sonderlich attraktiv, oder? Trotzdem ist das Produkt bei den Deutschen extrem beliebt. In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit dem Thema Kapitallebensversicherung. Denn wir sind der Meinung: Wer heute noch eine abschließt, wird ein totes Pferd reiten. Warum? Wenn Ihr das rausfinden wollt, solltet Ihr jetzt unbedingt weiterlesen. 

Über Lebensversicherungen

Kapitallebensversicherungen waren lange Zeit eine beliebte Form der Altersvorsorge, da sie den Versicherungsschutz für Hinterbliebene mit Einzahlungen in die die Altersvorsorge kombinieren. Das klingt auf dem Papier erst einmal super. So gut sogar, dass der aktuelle Bestand an Lebensversicherungsverträgen bei 82 Millionen liegt. Laut Statista besitzen mehr als ein Viertel der Bundesbürger einen Renten- oder Kapitallebensversicherungsvertrag. Die Popularität der Kapitallebensversicherung liegt neben der genannten Multifunktion des Produkts auch am Garantiezins. Der Garantiezins wird jedem, der einen Vertrag abschließt, für die gesamte Laufzeit auf die Sparbeträge zugesichert. Zusammen mit der Überschussbeteiligung und dem Schlussüberschuss ergibt das dann die Gesamtverzinsung. Und damit kommen wir schon zum ersten Punkt, warum diese Form der Altersvorsorge ausgedient hat:

Nicht garantiert.

1994 hatte sich der Garantiezins zuletzt erhöht. Damals stieg er von 3,5 Prozent auf vier Prozent. Wer damals einen Vertrag abgeschlossen hat, kann sich glücklich schätzen. Denn ab der Jahrtausendwende ging es für den Zinssatz nur noch abwärts. Vor zehn Jahren hatte er sich mit 1,75 Prozent fast halbiert, was allerdings ein Traum wäre im Vergleich zu dem Wert, bei dem wir mittlerweile angekommen sind – 0,25 Prozent. Das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen. Der heutige Zinssatz liegt bei einem Viertel von einem Prozent!

Doch dem nicht genug. Zusätzlich zu dieser mageren Rendite haben mittlerweile sogar einige Anbieter die 100 Prozent Beitragsgarantie abgeschafft. Damit ist dann also nicht mal mehr sicher, dass man die volle Höhe seiner gezahlten Beiträge erhält.

Geht auch günstiger

Die Rendite ist bei der Kapitallebensversicherung also nicht gerade üppig. Dafür aber die Kosten. Vertrieb, Abschluss oder Verwaltung lassen sich hier teuer bezahlen. Und die Kosten sind dabei nicht auf die Gesamtlaufzeit verteilt, sondern werden in den meisten Fällen direkt zu Beginn der Vertragslaufzeit abgezogen. Warum? Das ist zumindest aus unternehmerischer Sicht ganz clever gemacht. Denn der Grund hierfür geht direkt mit dem nächsten Minuspunkt Hand in Hand. Der fehlenden Flexibilität. Das Stichwort Vertragslaufzeit ist ja gerade schon gefallen. Die ist mit durchschnittlichen 30 Jahren sehr lang. Für viele ist das zu lang. Und so werden viele Kapitallebensversicherungen vorzeitig gekündigt – mit großen Verlusten. Und zwar weil die Kosten ja nicht auf die Gesamtlaufzeit verteilt waren, sondern bereits am Anfang für die Gesamtdauer verrechnet wurden.

Aus den genannten Gründen ist die Sachlage für uns ganz klar: Aktuell macht es einfach keinen Sinn, eine Kapitallebensversicherung abzuschließen. Vor allem wer zum jetzigen Zinssatz einen Vertrag eingeht, wird ganz schön blöd in die Röhre schauen, sollten die Zinsen am Markt über die Jahre doch wieder steigen. Bis dahin gibt es einfach bessere Alternativen, um fürs Alter vorzusorgen. Ihr könnt mehr Rendite erwirtschaften bei ebenso geringem Risiko. Wenn Ihr wissen wollt “wie”, meldet Euch gerne bei uns. Oder stöbert doch noch ein bisschen durch unsere Podcast-Folgen. Da findet Ihr auch den ein oder anderen Beitrag dazu.

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