Ist der Altersvorsorge-Zug mit 50+ Jahren schon abgefahren?

Bahngleise umgeben von Natur bei Sonnenuntergang

Zunächst kommen die Kinder und die bringen, wie wir alle wissen, einiges an Ausgaben mit, dann muss vielleicht noch das Eigenheim abgezahlt werden. Und wenn die Kinder dann aus dem Haus sind, fällt einem auf, dass bei all den anderen Schwerpunkten die Altersvorsorge auf der Strecke geblieben ist. Dabei will man doch seinen Lebensstandard, wenn man endlich in den wohlverdienten Ruhestand eintritt, nicht drastisch herunterschrauben. In der heutigen Podcast-Folge beschäftigen wir uns mit der Frage: Ist der Altersvorsorge-Zug mit 50 schon abgefahren? Oder lässt sich da noch was richten? Wenn Ihr erfahren wollt, was man wissen muss, wenn man mit 50+  Jahren erst mit dem Vermögensaufbau beginnt, dann seid Ihr bei uns genau richtig. Wir erzählen euch auch, welche typischen Fehler man vermeiden sollte, durch die viele „kurz“ vor der Rente ihren Ruhestand gefährden.

Alter vor Vorsorge

Aufgrund von schlecht oder zu wenig getätigten Investments merken immer mehr Menschen ab 50, dass das Geld für später nicht reicht. Rund 63 Prozent der über 50-Jährigen gehen davon aus, dass sie sich im Rentenalter weniger leisten können als jetzt. Man hat jetzt noch 15-17 Jahre bis zur Rente, kann man da überhaupt noch was machen? Oder ist es zu spät?

50 ist in der Tat schon recht spät für Vermögensaufbau, allerdings ist der Zug noch nicht ganz abgefahren. Eine umfassende Bestandsaufnahme ist zunächst unerlässlich. Was genau ist da? Dann gilt es kluge Entscheidungen zu treffen und gegebenenfalls die bestehenden Produkte zu prüfen und sich noch einmal richtig zu positionieren. Klar, wenn man mit 50 nichts hat, kann man auch nichts daraus machen. Aber hat man schon ein paar Vermögenswerte geschaffen, ist es jetzt die letzte Möglichkeit, sich noch einmal richtig auszurichten und zu positionieren.

Aber Achtung: Hier helfen einem keine Versicherungsprodukte. Provisionen sollte man tunlichst meiden, denn das wird zu teuer! Ehe man hier die Kosten abbezahlt und Rendite erwirtschaftet hat, sind wieder fünf Jahre vergangen… Ein bisschen Dynamik bräuchte man auch im Portfolio – Garantien und ein hohes Maß an Sicherheit bringen einen hier leider nicht viel weiter beziehungsweise nicht wirklich näher ans Ziel. Auch irgendwelche Koppelprodukte mit Versicherungsbausteinen sind der falsche Weg. Das Geld sollte wirklich so effektiv wie möglich angelegt werden. Beispielsweise in Indexfonds oder ETFs. Man muss aber seine Risikoklasse kennen und strikt einem aufgestellten Finanzplan folgen. Denn in diesem späten Stadium ist kein Raum mehr für Fehler. Gut angelegt, kann man allerdings auch in dieser kurzen Zeitspanne ein gutes Polster fürs Alter aufbauen.

Der letzte Zug fährt noch

Bei einer Rendite von fünf % mit 80.000Startkapital, die eventuell aus bestehenden Verträgen kommen, ist es möglich, das Geld zu verdoppeln und 166.000lebenslange Rente zu erwirtschaften.

Nun haben wir aus dem eigenen Geld Vermögen gebildet, aber was ist eigentlich mit der Kreditwürdigkeit? Hat man überhaupt noch eine seitens der Banken? Hat man ein abbezahltes Haus oder eine zum Großteil getilgte Immobilen, die man benutzen kann?

Hier gilt es zu klären, ob man noch einen Kredit aufnehmen kann. Ein Kredit im Alter ist nicht unmöglich. Banken erwarten aber die Vorlage einer aktuellen Renteninformation  inklusive der Rentenhöhe, die aktuell zu erwarten ist. Außerdem sollten Nachweise über eventuelle Zusatzrenten erbracht werden. Natürlich bringt das aber alles nichts, wenn man keine ausreichenden Rücklagen vorweisen kann.

Hierzu noch ein Tipp: Man sollte unbedingt die Freibeträge nutzen. Gerade die Generation 50+ legt sein Geld oft in Versicherungen an, vernachlässigt dabei aber den Kapitalfreistellungsbetrag voll zu nutzen. Daher ist es wichtig, die Gesamtsituation und die Risikoaffinität zu prüfen und einen Plan zu erstellen, der genau dazu passt. Und dann muss man sich natürlich auch an diesen halten.

Auch mit 50+ ist es noch möglich, sich um seine Altersvorsorge zu kümmern. Allerdings ist die Zeit knapp. Die Möglichkeiten sind also begrenzt und die Fehlertoleranz ist gering. Je nach Situation und Voraussetzung muss man hier noch genauer arbeiten und individuell einen Plan erstellen, der oftmals mit dem Anstieg der Altersrente einhergeht. Natürlich ist man aber in diesem Alter noch berufstätig und so einen Plan zu erstellen ist zeitintensiv. Für alle „Spätvorsorger“ ist daher ein Berater sinnvoll. Denn je nach Familiensituation (Kinder im Haus oder schon ausgezogen) und bereits angespartem Kapital müssen viele Details beachtet werden. Wir von Capri sind in so einer Situation aber sehr gerne als Unterstützer da. Meldet Euch gerne bei uns.

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