Kann ein Börsencrash auch Vorteile haben?

die New York Stock Exchange aus der Vogelperspektive
Bei dem Begriff Börsencrash denken viele sofort an etwas Negatives. Ist ja auch klar. Zum einen liegt das am Wort an sich: Börsencrash. Das Wort Crash hat auf jeden Fall eine stark negative Konnotation. Aber es geht natürlich nicht nur um das Wording, sondern auch darum, wie die betroffenen Menschen und die Medien darüber berichten: fallende Graphen, rote Zahlen und Erzählungen von Menschen, die alles verloren haben. Doch ist ein Börsencrash wirklich nur schlecht? Wäre die Welt ein besserer Ort, wenn der Kurs immer nur nach oben steigen würde? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in diesem Blogbeitrag. Wenn Ihr erfahren wollt, warum ein Börsencrash ab und an einfach mit dazu gehört, dann solltet Ihr jetzt unbedingt weiterlesen.

Der große Wischmopp

Wie eben bereits erwähnt, rankt sich um einen Börsencrash sehr viel Negativität. Und das ist natürlich auch gerechtfertigt, denn es gibt nun mal Menschen, die leider genau die falschen Entscheidungen getroffen haben und durch so ein Ereignis große Teile ihres Vermögens verlieren. Das wollen wir diesen Menschen auch nicht absprechen. Dennoch hat ein Börsencrash nicht nur Schattenseiten. Denn stellen wir uns mal folgendes vor: Eine Welt, in der Aktienkurse nie fallen, sondern immer nur steigen. Es geht endlos nach oben und jeder weiß das auch. Klingt im ersten Moment ja ganz gut, oder?

Denkt man ein paar Schritte weiter, fallen jedoch die Probleme an der Idee auf. Wenn alle Kurse immer weiter steigen, ohne Risiko auf Verluste, dann wird jeder rational denkende Mensch an der Börse investieren. Die Kurse steigen immer weiter, allerdings hat irgendwann jeder sein Geld investiert. Und wer will dann noch Aktien kaufen? Früher oder später wird es einfach an Käufern fehlen, die die Kurse weiter in die Höhe treiben können. Und was passiert dann?

Das war natürlich ein sehr konstruiertes Beispiel, aber prinzipiell gibt es die Situation in der realen Welt auch. Kurse, die immer neue Höchststände erreichen, werden irgendwann nicht mehr gekauft. Viele Aktien sind auch einfach stark überbewertet. So ein Börsencrash ist dann nun mal der große Wischmopp, der den Markt bereinigt und ein neues Gleichgewicht herstellt. Panikverkäufe sorgen in dieser Zeit dann auch für die notwendige Umverteilung.

Es geht wieder aufwärts

Okay, also der Börsencrash als Wischmopp. Das ist schon mal ein Punkt, der nicht ganz so negativ ist. Doch wir würden sogar noch weiter gehen. Wir würden sagen, dass mit der richtigen Anlagestrategie ein Börsencrash eine sehr vorteilhafte Sache sein kann. Und das Stichwort haben wir grade schon genannt: Panikverkäufe.

Wer uns schon länger liest, wird wissen, dass wir nichts von Spekulation und Einzelaktien halten. Wir vertreten die Position, dass man mit einem langfristigen Plan und Zielen, auf die man hinarbeitet, eine sichere und hohe Rendite erwirtschaften kann. Die Sache ist nämlich die: Bei einem langfristigen Anlagenplan, vielleicht mit Berater und Sparplan, sind Panikverkäufe definitiv kein Teil des Plans. Man kann sie sich aber zu Nutze machen. Denn wenn viele andere Anleger ihre Aktien aus Angst verkaufen, sinken die Kurse natürlich noch weiter nach unten. Da wir ja aber nicht zum Zocken hier sind, sondern auf der langen Bank sitzen, verkaufen wir nichts. Wir bewahren Ruhe und nutzen die Gelegenheit, um unser Portfolio günstig aufzufüllen. Wer jetzt auch noch breit streut – beispielsweise durch das Investieren in Indexfonds – kann sich sicher sein: Langfristig gehen die Kurse immer wieder nach oben. Und von dieser Seite betrachtet, wirkt der Börsencrash schon nicht mehr ganz so fatal.

 

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