Kommt jetzt der Immobiliencrash?

Ihr werdet Euch vermutlich alle an die Wirtschaftskrise 2007/2008 erinnern. Damals war eine Immobilienblase in den USA dafür verantwortlich, dass eine Abwärtsspirale startete und damit nicht nur die Immobilienpreise, sondern auch die weltweite Wirtschaft einmal kräftig abrutschte. Nun wird – etwas mehr als ein Jahrzehnt später – spekuliert: Steuern wird auf die nächste Immobilienblase zu? Was, wenn der Immobilienmarkt crasht? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in diesem Beitrag. Wer erfahren will, wie wir die aktuelle Lage auf dem Immobilienmarkt beurteilen und unsere Handlungstipps hören möchte, sollte jetzt unbedingt weiterlesen. 

 

Die Luftpumpe 

Also gleich mal vorweg: Immobilienpreise crashen nicht. Was passieren kann, ist, dass es auf dem Immobilienmarkt zu einer speziellen Form der Spekulationsblase kommt, der Immobilienblase. Aber was genau beeinflusst den Immobilienmarkt und diese Blase? Als Erstes wäre da der Klassiker: Angebot und Nachfrage. Eine Immobilienblase entsteht, wenn die Nachfrage deutlich höher ist als das Angebot und die Käufer daher bereit sind, viel zu hohe Preise zu zahlen. Die Kosten für den Wohnraum übersteigen dabei ab einem gewissen Punkt auch den eigentlichen Wert der Immobilie.  Dann wäre da noch das Thema Zinsen auf Darlehen, um Immobilien zu kaufen. Niedrige Zinsen und entsprechend geringe Kreditkosten treiben die Preise in die Höhe. Gleichzeitig wäre da aber die Alternativlosigkeit, die aktuell herrscht. Denn an Problemen wie der Altersarmut hat sich nichts geändert. Und der Leitzins in Europa liegt bereits seit einigen Jahren bei null Prozent. Wer also sein Geld nicht ohne Gewinn auf dem Sparkonto liegen lassen möchte, hat kaum eine andere Wahl, als in Aktien/Anleihen und Immobilien zu investieren. So dauert es ein bisschen länger und manche scheitern an der finanziellen Ausgangslage wegen der gestiegenen Zinsen, aber bei der Nachfrage gibt es keine Schwankung. Solange sich an der Zinslandschaft also nichts tut, bleibt die Nachfrage weiterhin riesig. Außerdem ist die Wohnraumknappheit weiterhin da, besonders in den Metropolen – plus Geflüchtete, die wir aufnehmen – und an Angebot und Nachfrage hat sich nichts geändert. Die Kluft wird immer größer. Zu guter Letzt wäre als Einflussfaktor natürlich noch die wirtschaftliche Lage zu nennen: Der Konjunkturaufschwung führt ebenso wie die steigende Inflation zu ansteigenden Immobilienpreisen. 

Die irrelevante Blase 

Man könnte jetzt analysieren, rätseln oder spekulieren, wie die aktuelle Lage aussieht und ob wir grade eine riesige Immobilienblase haben, die bald platzen könnte. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt: Das sollte irrelevant sein. Denn wer jetzt darauf spekuliert, zu warten, dass eine Immobilienblase platzt und die Preise in zwei bis drei Jahren günstiger sind, hat verloren, denn:

 

  1. Wurde in der Zeit kein Vermögen aufgebaut. Und wenn nach zwei bis drei Jahren der Preissturz noch nicht eingetreten ist, hat man gleich doppelt verloren.  
  2. Wenn die Zinsen wirklich weiter steigen und deswegen die Preise seitwärts verlaufen oder auch leicht fallen, ist es trotzdem teurer als heute zu investieren. 

 

Also nochmal abschießend: Immobilien crashen nicht. Es ist auch gar nicht der Sinn, mit Immobilienpreisen wie mit einer Aktie auf einen höheren Preis in drei, vier oder fünf Jahren zu spekulieren. Immobilien sind die Stetigkeit im Leben. Und wenn Ihr jetzt einen guten Deal mit langfristiger Zinsbindung macht und Euch damit die nächsten zehn, 15 oder 20 Jahre Mieteinnahmen sichert, die Eure Altersvorsorge abbezahlen, seid Ihr 100 Prozent schlauer als diejenigen, die immer nur quatschen und nichts umsetzten. Denn so jemand hätte auch bei günstigeren Zinssätzen Ausreden gefunden. Essenziell ist nämlich: Wenn Ihr Euch beim Kredit langfristig an Zinsen bindet, und damit meinen wir wirkliche eine Zinsfestschreibung von 15 Jahren oder mehr, dann interessiert Euch das Thema Immobilienblase oder Crash überhaupt nicht mehr. Ihr habt dann eine sichere Bank. 

Die Gedanken sollten also weg vom schnellen Kursgewinn und hin zu langfristigem Gewinn. So lässt es sich deutlich sorgloser leben… 

 

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