Wissen statt Wetten: Mit intelligenten Methoden zum nachhaltigen Anlageerfolg

Aktienchart auf einem Bildschirm

„Wer nichts weiß, muss alles glauben“, lautet ein Zitat der Dichterin Marie von Ebner Eschenbach. Sobald es ums liebe Geld geht, hilft allein der Glaube nicht weiter. Oder nur jenen, die sich auf das Wetten verlassen. Warum man in Geldfragen aber nicht wetten sollte (oder nur dann, wenn man zu viel Geld übrighat) und was man statt der Wette ins Feld führen kann, darum geht es in der heutigen Podcast-Ausgabe. Wir sprechen über wissenschaftliches Investieren.

 

Was ist wissenschaftliches Investieren?

In der Kurzform besagt wissenschaftliches Investieren eine Methode, Geld nach wissenschaftlich fundierten Kriterien und nicht nach Vorhersagen anzulegen. Als eine Art Erfinder dieser Methode kann der US-amerikanische Ökonom Harry Markowitz gelten, der bereits in den 50er-Jahren seine Portfoliotheorie entworfen hatte. Markowitz’ Idee geht dabei von der einfachen Annahme aus, dass das Risiko einer Geldanlage immer dann sinkt, wenn man es auf mehrere Investitionen verteilt.

Das war zu dieser Zeit durchaus eine Revolution. Denn bis dahin waren die Aktienmärkte eher von Investitionen in einzelne Wertpapiere, einzelne Aktien, geprägt. Eine Aktie war damals noch viel mehr als heute ein Glaubensbekenntnis in eine Firma, an der man sich beteiligte. Erworbene Aktien waren vielfach tatsächlich noch Papiere, die man sich stolz in einem Rahmen an die Wand hängte.

Markowitz’ Theorie entzauberte diesen Mythos. Das nüchterne Urteil: Wenn Du nur an einen glaubst, dann wirst Du mit ihm gewinnen – oder im Zweifel auch untergehen.

Die Risikostreuung auf mehrere Wertpapiere oder gar Assetklassen nennt man in Fachkreisen Diversifikation. Das Ziel: mit einer Geldanlage die höchstmögliche Rendite zu erzielen, während das für den Anleger geringstmögliche Risiko eingegangen wird. Bis heute kann diese Strategie als optimale sogenannte „Asset Allocation“ gelten. Die Idee dahinter: Wer in unterschiedliche Anlageklassen investiert, vermeidet grundsätzlich den Totalverlust des investierten Geldes.

Dabei gilt außerdem: je höher die Summe des investierten Geldes ist, desto leichter, aber auch komplexer, fällt die Diversifikation, die Risikostreuung, aus.  Schon Markowitz bediente sich in seiner Anlagestrategie der Mathematik. So verringert sich das Risiko des Anlegers, wenn er nicht nur in Aktien eines Landes oder einer Börse, sondern übergreifend investiert. Auch kann neben Aktien in andere Anlageklassen, wie etwa Anleihen oder Rohstoffe und Sachwerte, investiert werden.

Die Berechnung der optimalen Anlagestrategie erfolgt schon bei Markowitz nach rein rationalen Kriterien. Das Ziel dabei: eine optimale Vermögensverteilung in einem optimalen Portfolio.

Nach Markowitz folgten historisch noch weitere Ansätze für wissenschaftliches Investieren, wie unter anderem die Markteffizienzthese von Eugene Fama oder das Drei-Faktoren-Modell von Fama und seinem Kollegen Kenneth French. Ihnen allen gemein sind ähnliche Grundsätze:

  • Eine breite und systematisch betriebene Risikostreuung,
  • keine Wetten und Vorhersagen auf Einzelwerte,
  • mathematische Formeln und Prinzipien zur Berechnung der optimalen Anlagestrategie

 

Das Ganze klingt sehr theoretisch. Ist es aber gar nicht.

Wir sind Fans des wissenschaftlichen Investierens. Warum ist das so? Wir glauben, dass Aktienkurse nicht vorhergesagt werden können. Immer dann, wenn man das tut, geht man eine Wette ein. Viele wissenschaftliche Tests haben bewiesen:  Spekulationen auf bestimmte Marktentwicklungen sind schlicht nicht vorhersehbar.

Aus diesem Grund verlassen wir uns für die Geldanlagen unserer Kunden lieber auf wissenschaftliche Methoden als auf Prognosen. Solche Wetten können im Einzelfall lukrativer sein, wenn sie funktionieren. Aber eben: wenn.

Daher kombinieren wir auch ganz bewusst verlässliche, transparente und nachvollziehbare Finanzprodukte für die Portfolios unserer Kunden. Und wir machen ganz bewusst einen großen Bogen um Beteiligungen, Optionen und Zertifikate. Insbesondere für langfristige Anlagestrategien eignet sich nach unserer Erfahrung diese Herangehensweise deutlich besser, denn mit ihr lässt sich das Anlageziel deutlich verlässlicher erreichen als durch kurzfristige oder aufeinanderfolgende Wetten.

Vielleicht entgeht dem Anleger oder der Anlegerin dabei die eine oder andere punktuelle Chance. Auch das eine oder andere punktuelle Risiko. Es kommt eben immer auf die richtige Balance an.

 

Ist das der Weisheit letzter Schluss?

Die Antwort auf diese Frage ist ebenso einfach wie salomonisch. Sie lautet: Es kommt darauf an.

Natürlich kann man am Aktienmarkt und auf anderen Märkten seit jeher und auch nach wie vor erfolgreich wetten. Und damit auch manchmal erheblich höhere Renditen erzielen.

Aber wie bei jedem risikobehafteten Geschäft ist das nicht garantiert.

Und das Risiko definiert, wie hoch auch der Verlust ausfallen kann. Deshalb eignet sich wissenschaftliches Investieren insbesondere für alle, die mit ihrer Geldanlage einen langfristigen und nachhaltigen Vermögensaufbau betreiben möchten. Wer etwas oder viel „Spielgeld“ übrighat, um etwas auszuprobieren, gerne auch am Aktienmarkt oder in anderen Anlageklassen, kann auch kurzfristige, höhere Risiken eingehen. Im Einzelfall kann der Erfolg hoch ausfallen, gegebenenfalls aber auch der Verlust.

Wer langfristig plant und etwa seine Altersvorsorge mit der Geldanlage unterstützen möchte, sollte solider und anders planen. Hier geht es nicht darum, schnelles Geld zu machen, sondern dafür zu sorgen, dass das Geld, das man investiert, auch sein Ziel erreicht. In Zeiten niedriger oder negativer Zinsen ist das umso wichtiger.

Denn in diesen Zeiten gibt es keine großen Alternativen zu Investitionen am Aktienmarkt oder in anderen noch lukrativen Anlageklassen. Und genau dann kommt es darauf an, das investierte Geld auch verlässlich zu vermehren. Da macht ein gesundes Verhältnis aus Risikostreuung und Risikoaffinität viel Sinn, nicht nur um das Anlageziel zu erreichen, sondern auch um das eingesetzte Kapital zu schützen. Denn am Ende möchte man nicht nur Glück haben, sondern ein Ziel erreichen, dass man sich selbst gesteckt hat. Wenn wir Euch dabei unterstützen können, freuen wir uns.

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