5 Gründe, warum junge Menschen so früh wie möglich mit dem Investieren anfangen sollten!

Die Zeit nach dem Schulabschluss ist ja wirklich eine besonders aufregende. Es passiert so vieles gleichzeitig: Gerade noch Abitur gemacht, schon muss das Studienfach gewählt sein. Viele wohnen zum ersten Mal alleine – manche sogar in einem anderen (Bundes-)Land. Bei all den neuen Eindrücken hat die Geldanlage vermutlich keine Priorität. Das sollte aber nicht so sein. Auf lange Sicht kann es sich nämlich sehr lohnen, bereits während des Studiums oder der Ausbildung mit dem Investieren anzufangen. In der heutigen Podcast-Folge erklären wir Euch, warum junge Menschen so früh wie möglich anfangen sollten, ihr Geld zu anzulegen. Wer wissen will, welche positiven Effekte die frühzeitige Geldanlage mit sich bringt, sollte jetzt auf jeden Fall weiterlesen.

Probieren geht über studieren

Studenten und Azubis haben im Normalfall nicht sehr viel Geld zur Verfügung. Das ist allgemein bekannt und wird auch von Studien immer wieder belegt. Aktuell liegt ihr Monatseinkommen durchschnittlichen bei etwa 864 Euro. Davon müssen sie aber Ausgaben in Höhe von 794 Euro decken. Dass da nicht mehr viel übrig bleibt, ist jedem sofort klar, da braucht man nicht mal kopfrechnen. ABER: Es bleibt auch nicht gar nichts übrig. Und bereits kleine monatliche Beträge können Großes bewirken. Allerdings muss man das Geld dafür anlegen, denn sparen auf dem Tagesgeldkonto sorgt dank Inflation einfach nur für effektiven Wertverlust.

Also, wie sieht der Plan aus? Anstatt das Geld auf dem Konto oder unter der Matratze versauern zu lassen, solltet Ihr das Geld in Eure Zukunft investieren. Aktuell sieht es nämlich leider so aus, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht ausreichen wird, um den eigenen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Deshalb empfehlen wir jedem, mit einer privaten Altersvorsorge aufzustocken. Das Geld auf dem Kapitalmarkt anzulegen mag mit gewissen Risiken verbunden sein, allerdings gibt es gute Möglichkeiten, eine sichere Rendite zu erwirtschaften. Der Clou dabei ist Diversifikation. Ihr investiert nicht in eine besonders tolle Aktie und hofft, in 20 Jahren rauszucashen, sondern Ihr verteilt das Risiko. Und das geht am besten durch langfristiges Anlegen in breit gefächerte Indexfonds und ETF-Sparpläne.

Aus wenig mach viel

Dabei ist es dann auch nicht notwendig, dass Ihr am Anfang Eurer beruflichen Karriere schon 300 Euro im Monat investiert. Wenn Ihr früh anfangt, reichen auch geringe Beträge wie 25 Euro im Monat schon aus, um eine gute Basis zu bauen. Denn je länger Ihr anlegt, desto stärker ist der Zinseszins-Effekt. Und so wird aus wenig viel. Wenn wir beispielsweise davon ausgehen, dass Ihr mit 1.000 Euro Startkapital loslegt und jeden Monat nur weitere 25 Euro anlegt, dann sind wir bei einer Rendite von nur 5 Prozent schon bei über 44 Tausend Euro, wenn Ihr das Rentenalter erreicht. Und das ist eine niedrige Schätzung, denn zum einen kann die Rendite durchaus über 5 Prozent steigen und zum anderen könnt Ihr ja locker etwas mehr als 25 Euro anlegen, sobald Ihr voll in den Beruf einsteigt. Ihr merkt also, bei der Geldanlage gilt: Je früher, desto besser. Und das Risiko ist dabei wirklich gar nicht so hoch, wie viele denken – besonders wenn Ihr langfristig und divers investiert.

An den richtigen Stellen sparen

Dafür nehmt Ihr Euch am besten immer direkt am Anfang des Monats eine kleine Summe und steckt sie in einen Sparplan. Dann wird es zwar eventuell am Ende des Monats ein kleines bisschen enger, dafür aber im Alter nicht. Und wenn Ihr jetzt denkt: „Moment, ich bekomme doch Bafög, ich kann gar nicht investieren“, dann können wir Euch beruhigen. Es gibt den sogenannten Vermögensfreibetrag – eine Grenze, bis wohin Euer Geld anrechnungsfrei bleibt. Und die liegt aktuell bei 8.200 Euro. Wo Ihr etwas mehr drauf achten müsst, ist die Familienkrankenversicherung. Ihr dürft nämlich monatlich nicht mehr als 520 Euro verdienen und da zählen auch Einnahmen aus dem Kapitalvermögen dazu. Seid Ihr drüber, müsst Ihr Euch selbst um eine Krankenversicherung kümmern.

Und einen letzten Tipp haben wir noch: Gewinne aus Euren Kapitalanlagen sind bis 801 Euro steuerfrei. Seid Ihr drüber, müsst ihr zahlen. AUßER: Ihr fallt mit Eurem Jahreseinkommen unter dem Grundfreibetrag. Der liegt seit 2022 bei 9.984 Euro. Und da liegen viele Studenten und auch einige Auszubildende meistens noch drunter. Was Ihr dann machen könnt, wenn Ihr tatsächlich mehr als 801€ an Kapitalerträgen verdient und das eigentlich versteuern müsstet, aber gleichzeitig auch unter dem Grundfreibetrag seid: Ihr könnt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt beantragen und Euch damit die Steuer auf die Kapitalgewinne sparen. Ihr könnt also mit kleinen monatlichen Summen anfangen, Gewinne erzielen, dabei eventuell sogar noch Steuern sparen und sorgt gleichzeitig schon mal für die Zukunft vor. Das klingt doch eigentlich super, oder? Dann lasst keine Zeit mehr verstreichen und fangt direkt an!

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