Investment DIY: Warum man sein Ego abstellen und zuhören sollte

Mann in rotem Sakko und Krone schießt ein Selfie

„Respekt, wer‘s selber macht.“

So lautet ein Werbeslogan einer bekannten Baumarktkette. Für den Hobby-Handwerker mit zwei rechten Händen mag dieses Motto durchaus zu schönen Ergebnissen führen. Bei der Geldanlage aber trifft es nur bedingt zu – ist zumindest unsere Meinung. In diesem Beitrag gehen wir der Frage nach: Macht das DIY-Investment Sinn oder sollte man nicht doch lieber fachliche Unterstützung nutzen?

 

Sparen und Anlegen sind alternativlos…

…zumindest für all jene unter uns, die nicht mit dem buchstäblichen „goldenen Löffel“ auf die Welt gekommen sind. Niedrigzins, Nullzins, Negativzins. Dazu noch die liebe Inflation und Menschen, die immer älter werden und immer weniger Kinder bekommen. Diese explosive Mischung ist gar nicht gut für unsere Zukunft. Finanzexperten sind sich einig: Deutschland steuert auf ein immer größer werdendes Problem möglicher Altersarmut zu. Die gesetzliche Rente wird schon heute mit mehr als 100 Milliarden Euro jährlich aus dem Staatsäckel „künstlich beatmet“, um nicht schon heute zusammenzubrechen. Damit ist klar: Schon in wenigen Jahren wird die gesetzliche Rente für viel mehr Menschen als heute nicht mehr reichen. Das bedeutet für die meisten von uns, dass wir auch privat etwas auf die Seite legen müssen, um im Alter den gewohnten Lebensstandard zu erhalten.

Nur wie macht man das, wenn es eigentlich keine Zinsen mehr gibt?

 

Investment und Rendite sind die Lösungen.

Die einzige Alternative zu immer kleineren oder zu gar keinen Zinsen besteht in der Beteiligung an profitablen Geschäften. Aktien und Anleihen bieten auch heute noch die Option, einen zurückgelegten Euro weiter wachsen zu lassen. Durch die Rendite. Das ist zwar etwas anderes als der Zins, aber im Effekt sehr ähnlich. Der kleine, aber wichtige Unterschied dabei: Für den Erfolg eines Investments gibt es erstmal keine Garantie. Börsennotierte Unternehmen können heute erfolgreich und morgen weniger erfolgreich sein. Und Gleiches gilt dann auch für den Aktionär. Die Schwankungen des Wertes eines Unternehmens nennt man Volatilität. Investments in Aktien, Anleihen oder andere sogenannte „Assets“ sind also – anders als früher das Sparbuch oder die klassische Kapitallebensversicherung – mit einem Risiko verbunden. Wie hoch dieses Risiko ist, ist von Investment zu Investment sehr verschieden. In Aktienfonds zum Beispiel wird das Risiko über viele verschiedene Unternehmen und Wertpapiere dynamisch gestreut. Die Fondsmanager haben dabei die Aufgabe, entlang der Anlagestrategie des Fonds das Maximum für die Fondssparer herauszuholen. Und um das Risiko noch etwas breiter zu streuen und die Schwankungen auszugleichen, kann man als Sparer oder besser als Investor in einem Fondsdepot gleich mehrere Fonds zusammenführen. Grundsätzlich aber gilt auch hier:

Je höher das Risiko, desto höher auch die mögliche Rendite. Es ist also ein wenig wie bei einer Wette. Aber auch nicht ganz: Denn gerade in der Wirtschaft lässt sich mit viel Erfahrung auch viel voraussagen.

 

Auf Erfahrung und Know-how kommt es an.

In Zeiten von Daytrading, Robo-Advisors und ETFs nehmen viele Anleger ihre Geldanlage selbst in die Hand. Das kann Vorteile haben: Schließlich kosten Berater auch Geld, entweder über Servicegebühren oder über sogenannte Kickbacks, also Provisionen. Diese Kosten kann man natürlich sparen, wenn man selbst Hand anlegt. Wenn Du das aber so machen willst, dann solltest Du Dir vorher genau überlegen, was das bedeutet. Und einige Fragen beantworten. Diese könnten zum Beispiel lauten:

  • Bei welcher Bank möchtest Du die Konten eröffnen?
  • Welches Risiko bist Du bereit, einzugehen?
  • Welche Aktienquote möchtest Du wagen? (Du erinnerst Dich: Mehr Risiko, mehr möglicher Ertrag …)
  • Welche ETFs und Aktien möchtest Du kaufen, in welchem Verhältnis und warum?

Für all das brauchst Du etwas, das meist genauso viel kostet wie Geld: nämlich Zeit. Zeit, um das Know-how aufzubauen; Zeit, um die Infrastruktur zu schaffen; Zeit, um die Entscheidungen zu treffen und Zeit für das Management. Denn Dein Depot ist kein Einmalinvestment. Da sich Werte quasi laufend ändern, musst Du am Ball bleiben, um Deine Ziele zu erreichen und am Ende nicht viel zu verlieren.

Und jetzt kommen die Gretchenfragen:

Hast Du diese Zeit und die Muße? Und willst Du das wirklich?

Wenn Du das mit „ja“ beantworten kannst, dann gilt wieder ein bekannter Werbeslogan: „Just do it“. Aus unserer Erfahrung aber ist das eine Entscheidung, über die Du sehr genau nachdenken solltest. Und da kommt eine wichtige weitere Überlegung ins Spiel:

 

Warum willst Du es selber machen? Was ist Deine wirkliche Motivation?

Oft geht es nämlich gar nicht primär darum, nur Kosten zu sparen. Aus unserer Erfahrung hat Investment auch immer ein wenig etwas mit dem Ego zu tun. Es ist schick und hip, wenn man abends auf der Party sagen kann: Ich mach mir mein Depot selbst. Oder mit Kumpels über ETFs, Anlagestrategien oder Börsenkurse berühmter Marken zu fachsimpeln. Hinzu kommt der „Gambling-Effekt“. Es ist natürlich spannend, etwas zu wagen, etwas auszuprobieren.
Fast ein wenig wie im Casino. Mit dem kleinen Unterschied, dass sinnvolle, zielgerichtete Geldanlage kein Spiel ist. Und auch kein Sprint, sondern ein Marathon. Hobbyanleger sind in diesem Punkt auch oft nicht so ehrlich zu sich selbst:

Ob man wirklich so erfolgreich ist mit den eigenen Investments oder ob man sich das vielleicht hin und wieder auch nur einredet: Wer sollte das überprüfen und vielleicht auch mal kritisch, wenn man keinen Sparringspartner hat?

 

Dein Partner & Berater

Sparringspartner ist das nächste Stichwort. Denn genauso solltest Du das Angebot eines guten Beraters oder einer guten Beraterin in diesem Bereich sehen. Mit einer qualifizierten und langfristigen Beratung schlägst Du nämlich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:
Du musst Dich um viele Dinge wie Depoteröffnung, Kauf- und Verkaufsprozesse, Überwachung etc. nicht selbst kümmern. Du sparst also schon mal viel Zeit, die Du für andere wichtige oder schöne Dinge verwenden kannst. Du kannst Dich laufend mit jemandem austauschen, der oder die das Thema Investment nicht als Hobby, sondern hauptberuflich macht und in der Regel auf viele Jahre Erfahrung zurückblicken kann. Mit ihm oder ihr sprichst Du über deine Ziele, Deine Risikobereitschaft und Deine Möglichkeiten und entwickelst eine langfristige, konsequente Anlagestrategie, die über viele Jahre funktionieren kann. Du baust vielleicht auch Sicherheitsmechanismen ein, die Du selbst vorher noch gar nicht gekannt hast. Und zu guter Letzt: Du triffst Deine Anlageentscheidungen natürlich trotzdem selbst so intensiv und so oft, wie Du es eben magst. Sich beraten zu lassen, heißt also nicht, zu viel Geld auszugeben und nicht frei zu entscheiden, sondern genau das Gegenteil: In der Regel sparst Du Geld und Zeit und kannst noch freier entscheiden. Und wenn Du jetzt denkst: Da machen die von der CAPRI aber ganz schön Werbung für ihren Service, dann sagen wir:

Stimmt. Und wir wissen auch, warum. Und wenn Dich das Thema noch weiter interessiert: Lass uns gern mal drüber plaudern, wenn Du magst. Würde uns freuen.

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