Nebenkostenexplosion: Auswirkungen für Vermieter und Mieter

„Preissteigerung“ ist ein Wort, das glaube ich, niemand von uns gerne hört. Aber gerade jetzt ist es umso wichtiger, sich mit dem Thema zu beschäftigen. In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit der Explosion bei den Gaspreisen. Auch wenn das vermutlich niemand gerne hört, muss gesagt werden: Es kommen sehr hohe Nebenkosten auf uns zu. Sowohl Mieter als auch Vermieter sind davon betroffen. Aber keine Sorge, denn wer jetzt handelt, kann das Schlimmste noch verhindern. Wenn Ihr also herausfinden wollt, warum Proaktivität und Kommunikation jetzt gerade so wichtig sind, dann solltet Ihr auf jeden Fall weiterlesen. 

Aufklärung für Mieter

Es findet aktuell nur sehr wenig Aufklärung statt. Klar liest mal sehr viel über den Konflikt in der Ukraine und darüber, wie bei uns alles teurer wird, aber wirkliche Handlungstipps gibt es nicht. Aber kein Problem, dann übernehmen wir das halt.  

Zunächst mal zu den Auswirkungen für Mieter und was diese machen können: 

 

Wer aktuell zur Miete wohnt, sollte wissen, dass deutlich höhere Nebenkosten auf Euch zukommen als im vergangenen Jahr. Als Folge des Ukraine-Konflikts und der Inflation sind die Gaspreise um ein Vielfaches gestiegen. Genaue Zahlen variieren hier natürlich je nach Mietwohnung, aber macht Euch auf etwas gefasst. Wer jetzt gar nichts tut, läuft Gefahr, am Ende der Abrechnungsperiode eine saftige Nebenkostennachzahlung vorgelegt zu bekommen. Die könnte durchaus im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich liegen. Das tut dem Geldbeutel natürlich deutlich mehr weh, als diesen Betrag ein wenig übers Jahr zu aufzuteilen.  

 

Und hier kommt die Proaktivität ins Spiel. Denn Ihr müsst das nicht untätig auf Euch zukommen lassen – Ihr könnt bereits jetzt handeln! Schaut doch mal auf Eure Nebenkostenabrechnung vom letzten Jahr. Habt ihr Geld zurückbekommen? Musstet Ihr bereits damals schon etwas nachzahlen? Als nächstes könnt Ihr proaktiv auf den Vermieter oder die Verwaltung zugehen und freiwillig eine höhere Vorauszahlung leisten, beispielsweise 50 Prozent. Denn es wird definitiv eine starke Preissteigerung geben. Und wenn Ihr tatsächlich zu viel gezahlt haben solltet, ist das Geld ja nicht verloren. Das seht Ihr dann am Ende des Jahres wieder. 

Vermieter sollten jetzt handeln 

Für Eigentümer sieht die Situation zwar etwas kniffliger aus, aber prinzipiell läuft das ähnlich: Ihr Vermieter seid natürlich die erste Anlaufstelle, um die angefallenen Kosten bei den Versorgern nachzuzahlen. Besonders wer mehrerer Immobilien besitzt, sollte daher zwingend seine Rücklagen erhöhen. Euch erwartet eine deutlich höhere Rechnung als das, was auf die Mieter zukommt.  

 

An dieser Stelle lassen sich ja aber die Interessen von Vermieter und Mieter aufeinander abstimmen. Je mehr Ihr als Vermieter auf einmal nachzahlen müsst, desto mehr muss auch der Mieter am Ende des Jahres auf einmal nachzahlen. Der ist aber bestimmt nicht daran interessiert beziehungsweise eventuell gar nicht in der Lage dazu, eine einmalige Differenz zurückzuzahlen. Hier hilft es, sich mal in die Lage des Mieters zu versetzen. Erwartet er eine derartig hohe Nachzahlung? Kann er sie leisten? Versteht der Mieter überhaupt, warum die Nachzahlung plötzlich um ein Vielfaches höher ist? Nicht jeder informiert sich so gründlich über aktuelle Geschehnisse. Genau deswegen ist es so wichtig, proaktiv auf die Mieter zuzugehen und zu kommunizieren. Als Immobilienbesitzer steht Ihr in der Verantwortung gegenüber Euren Mietern. Erklärt die aktuelle Lage, berichtet von dem erwarteten Preisanstieg und schickt im Zweifel sogar ein paar Zeitungsartikel mit, um die Situation noch genauer zu schildern. Und dann solltet Ihr dem Mieter empfehlen, schon jetzt die Vorauszahlungen zu erhöhen. Wie zuvor bereits erwähnt, muss der Mieter dann am Ende des Jahres entweder deutlich weniger nachzahlen oder bekommt sogar Geld zurück. Das sollte ein Argument sein, mit dem sich jeder Mieter anfreunden kann. Aber Achtung: Den Mieter dazu zwingen, die Zahlungen zu erhöhen, könnt Ihr allerdings per Gesetz nicht. Die Nebenkosten dürfen nur dann erhöht werden, wenn der Mieter zuvor mehr verbraucht, als er im Voraus gezahlt hat. 

Special Service für CAPRI-Kunden 

Wir haben eine Leistung für unsere Mandanten, um in dieser Lage zu helfen: 

Die CAPRI hat dazu Infomaterial erstellt, welches an die Verwaltungen und Mieter unserer Kunden verschickt wird, an der man sich orientieren kann. 

Das große Thema bleibt das proaktive Handeln, damit es am Ende nicht eine große Rechnung gibt, sondern damit die zu erwartende Kostenerhöhung frühzeitig anteilig auf die Mieter aufgeteilt wird. Bisher kam das auch wirklich sehr gut an und alle machen mit. 

Abschließend lässt sich eigentlich nur noch sagen, dass es sich weiterhin rentiert, in Immobilien zu investieren. Denn das alles ist eine temporäre Situation. Hört Euch dazu doch einmal Folge 189 an, da gehen wir darauf noch mal verstärkt ein. 

 

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