Steigende Spritpreise – wie kann man davon profitieren?

Person betankt ein Auto

Die Benzinpreise steigen derzeit kontinuierlich an und steuern auf ein Allzeithoch zu. Aber woran liegt das? In der heutigen Podcast-Folge beschäftigen wir uns mit den steigenden Ölpreisen und stellen uns die spannende Frage: Wie kann man als Anleger davon profitieren? Die Antworten gibts hier im Capri-Podcast – also unbedingt dranbleiben!

 

Der Preis ist heiß

Während der Pandemie war Tanken noch schön billig. Doch der Markt erholt sich von den Corona-Einbrüchen und seither gehen die Benzinpreise Monat für Monat weiter in die Höhe:

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Preis für einen Liter Super E10 um 33 Cent an. Mit aktuell 1,5732 Euro kostet ein Liter so viel wie schon seit Februar 2013 nicht mehr. Auch bei Diesel ist der Preis im letzten Jahr deutlich in die Höhe gegangen: Hier waren es etwa 36 Cent.
Zum Jahreswechsel kommt dann noch die ansteigende CO2-Steuer hinzu, was einen Spritpreis von zwei Euro pro Liter sehr wahrscheinlich macht. Aber bleiben wir zunächst mal im Jetzt: Weshalb steigen die Benzinpreise aktuell so stark?

 

Billig tanken war gestern

Um diese Frage zu beantworten, werfen wir mal einen Blick auf den Rohölmarkt. Dort wurde kürzlich nämlich auch ein neuer Preishöchststand erreicht:
Die Nordsee-Sorte Brent legte zu und kletterte über die Marke von 80 Dollar je Barrel (159 Liter). Damit ist der Preis aktuell auf einem Dreijahreshoch. Das US-Rohöl der Sorte WTI liegt auch nur knapp dahinter mit 76 Dollar. Die Gründe dafür sind verschieden: Verantwortlich ist unter anderem die stark angestiegene Nachfrage am Ölmarkt. Da sich viele Länder derzeit von der Corona-Krise erholen und der normale Alltag langsam wieder aufgenommen wird, gibt es einen hohen Bedarf an Erdöl, Benzin und Diesel. Die Nachfrage ist also hoch, allerdings ist das Angebot derzeit knapp:

Im Golf von Mexico – einem wichtigen Erdöl-Förderer – sorgte der Hurricane „Ida“ kürzlich für verheerende Schäden und demzufolge auch für Produktionsausfälle. Auch Wochen nach dem schweren Hurrikan beläuft sich der Verlust Schätzungen zufolge auf 300.000 Barrel pro Tag. Darüber hinaus haben einige Förderländer des Opec-Kartells Insidern zufolge derzeit Schwierigkeiten, die Produktion nach oben zu schrauben, weil notwendige Investitionen und Wartungen im Zuge der Pandemie vernachlässigt wurden. Zusammenfassend lässt sich also sagen: In näherer Zukunft wird der Ölpreis so schnell erst mal nicht mehr sinken.

Aber welche Chancen ergeben sich dadurch für Anleger?

 

Die richtige Zapfsäule wählen

Wer Ölunternehmen in sein Aktienportfolio mit aufnehmen will, sollte sich auf eine hohe Volatilität einstellen. Zocken ist da natürlich immer eine Option, wer uns jedoch schon länger kennt, wird wissen, dass wir lieber den langen und sicheren Weg gehen. Denn für die Altersvorsorge ist das mit Sicherheit nicht die richtige Methode. Die Aktien des Ölmarkts sind keine leichte Geschichte, da politische Einwirkungen wie die CO2-Besteuerung leicht Einfluss auf die Preisentwicklung nehmen können. Klar gibt es heiße Kandidaten, wie  ConocoPhillips, das Öl- und Gasunternehmen, das zu den größten börsennotierten internationalen Energieunternehmen der Welt zählt oder ExxonMobil, der US-amerikanische Mineralölkonzern aus Texas. Aber am Ende können auch die heißen Kandidaten durch politische Veränderungen, wie etwa eine stärkere Förderung nachhaltiger Energiegewinnung, diese Kurse beeinflussen. Wer also auf den Ölmarkt setzten will, sollte trotzdem auf eine breite Streuung achten. Ein Portfolio, das die Entwicklung der Ölmärkte, aber auch die Themen Strom und Nachhaltigkeit miteinbezieht, scheint die sicherere Strategie. Wer ein bis zwei heiße Kandidaten auf dem Schirm hat, die unbedingt stark vertreten sein müssen, kann, um das Risiko zu minimieren, auch auf das Core-Satelite Prinzip setzen.

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