Wer gut streut, rutscht nicht aus!

Person vor einem Haus, die mit einer Schaufel Streusalz verteilt

Wer gut streut,
Der rutscht nicht aus –
Vor allem vor seinem eigenen Haus.

Doch was genau soll uns das sagen,
Für die kostbaren Geldanlagen?

Das verraten wir dir, neugieriges Wesen,
Drum solltest du unbedingt weiterlesen.

 

Das magische Dreieck

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit dem Thema Diversifikation. Wir starten mal ganz allgemein. Mal angenommen, Ihr habt ein gewisses Kapital und möchtet dieses nun investieren. Natürlich möchtet Ihr eine möglichst hohe Rendite erwirtschaften. Ganz klar. Gleichzeitig wollt Ihr auch die Sicherheit haben, Euer Geld nicht plötzlich einfach zu verlieren. Je nachdem wie Eure Situation ist, wollt ihr Eure Investmentsumme nicht für 10 Jahre fest wegsperren, sondern dann zurückerhalten, wenn Ihr sie braucht. Das fällt dann unter den Begriff Liquidität. Zusammen bilden diese drei Faktoren die Eckpfeiler des sogenannten magischen Dreiecks: Rendite, Sicherheit und Liquidität. Der springende Punkt beim magischen Dreieck ist, dass Ihr zwar gerne alle drei Ziele in Einklang bringen würdet, das aber nicht so leicht umsetzbar ist. Hohe Renditen sind meist mit einem hohen Risiko verbunden. Wer hohe Sicherheit will, muss sein Kapital dafür jedoch meist längerfristig binden und büßt somit Liquidität ein.

Anhand von Beispielen lässt sich das etwas besser verdeutlichen: Wenn Ihr in einen ETF investiert, dann ist Euch ein gewisser Satz an Rendite fast sicher. ETFs weisen eine geringere Volatilität auf als die meisten Einzelaktien, es ist also auch unwahrscheinlich, dass Ihr plötzlich alles verliert. Im Gegenzug dafür solltet Ihr Euer Kapital allerdings schon gute fünf, besser zehn Jahre investiert lassen. Anders sieht es bei kurzfristigen Staatsanleihen aus. Hier könnt Ihr Euer Geld für kurze Zeit anlegen und habt dabei extrem hohe Sicherheit, dafür ist dann allerdings die Rendite entsprechend gering.

 

Diversifikation ist die Lösung

Ihr wollt Eure Renditechancen maximieren, dabei aber kein zu großes Risiko eingehen und dabei finanziell möglichst flexibel bleiben? Das ist nicht gänzlich unmöglich, denn hier kommt die Diversifikation ins Spiel. Das Ziel ist, seine Geldanlagen so breit zu streuen, dass insgesamt gute Renditen abgeworfen werden. Durch die verschiedenen Anlagebereiche gleicht sich das Gesamtrisiko dann idealerweise gegenseitig aus. Es sind Anlagen dabei, die ein höheres Risiko aufweisen und dafür größere Rendite-Aussichten mit sich bringen, aber gleichzeitig wurden auch viele sehr sichere Anlagemethoden gewählt. Die Sicherheit der Geldanlage kann zusätzlich erhöht werden, wenn auf eine geringe Korrelation geachtet wird. Das bedeutet, man verteilt sein Geld auf unterschiedliche Sektoren, die nicht voneinander beeinflusst werden. Wenn Ihr Euer Geld beispielsweise in VW und in Daimler investiert, dann könnten Probleme, die die gesamte Autobranche betreffen, wie der aktuelle Chip-Mangel, Euer Portfolio zum Einstürzen bringen. Wenn Ihr es allerdings in VW und in Nestlé steckt, dann ist die Korrelation sehr niedrig, da die Autobranche und die Lebensmittelbranche sehr unabhängig voneinander agieren. Das Risiko wurde erfolgreich gesenkt.

In verschiedene Sektoren zu investieren, ist ein guter erster Schritt für ein breit diversifiziertes Portfolio. So könnt ihr mit Growth-Stocks, zum Beispiel Aktien aus der Tech-Branche, Eure Renditechancen erhöhen und das dadurch entstehende Risiko mit Value-Stocks etwas ausgleichen. Aktien aus der Gruppe der Value-Stocks, beispielsweise Versorger wie E.ON, gelten allgemein als defensiver, kommen dafür aber auch mit geringerer Volatilität.

Verschiedene Branchen sind allerdings nur der erste Schritt. Viele Anfänger an der Börse verfallen dem Home-Bias. Sie haben einen größeren (emotionalen) Bezug zu Wertpapieren aus ihrem eigenen Land und investieren nahezu ausschließlich in diese. Dadurch entsteht allerdings auch ein gewisses Risiko, denn der Markt eines Landes kann zusammenbrechen. Die Wahrscheinlichkeit ist hier zwar meistens geringer als bei einzelnen Unternehmen oder Branchen, aber dennoch niemals null. Für eine breitere Diversifikation empfiehlt sich daher auch in andere Märkte zu investieren. Der MSCI Word beispielsweise gilt als besonders stabil, weil dort Unternehmen aus der gesamten Welt vertreten sind. Man kann die Diversifikation allerdings noch eine Stufe weiter tragen und sich nicht nur auf Aktien fokussieren, sondern sein Geld zusätzlich noch in Immobilien, Immobilien-Fonds und Edelmetalle stecken. Je breiter man steht, umso geringer die Wahrscheinlichkeit zu fallen.

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